Mond - Geschichte - Der Mond in der Antike 

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Das doppelte Sphärensystem nach Empedokles
Empedokles (485 - ca. 425 v.Chr.) stammte aus der Stadt Agragas (heute Agrigento) in der griechischen Kolonie Sizilien. Empedokles astronomische Auffassungen sind uns von Aetios und dem Philosophen Plutarch überliefert. Danach gäbe es eine äußere feste Sphäre, das Firmament, mit dem die Fixsterne verbunden seien.

Nachdem sich die Elemente Luft und Feuer von der Erde abgeschieden hätten, lagerte sich die Luft um die Erde herum an, wodurch das Feuer noch weiter aufsteigen musste. Es habe sich deshalb unter dem Firmament angesammelt. Allerdings "gebe es 2 Halbkugeln, die sich um die Erde herum bewegen: die eine ganz aus Feuer, die andere gemischt aus Luft und ein wenig Feuer; letztere ist seiner Meinung nach die Nacht. Der Anfang ihrer Bewegung sei absichtslos dadurch zustande gekommen, dass das Feuer auf Grund seiner Ansammlung einen gewissen Druck ausgeübt habe."

Und weiter: "Die von uns am Himmel beobachtete Sonne sei ihrer Natur nach nicht aus Feuer, sondern ein Widerschein des Feuers." Nach Empedokles Auffassung gibt es also das echte Feuer in Form einer sich drehenden Halbkugel, während das, was wir als Sonnenscheibe sehen, nur eine gegenüberliegende Reflektion des wahren Himmelsfeuers an der kristallenen Sphäre ist. Und auch für den Mond hat Empedokles eine Theorie: "Er habe eine eigene Konstitution: Er sei gebildet worden aus jener Luft, die vom Feuer ganz verlassen worden sei, denn diese sei zu einem festen Gebilde erstarrt, gleich dem Hagel. Sein Licht empfange er von der Sonne."

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  Prof. Dr. Bruno Deiss

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