« Chronologie »
ISS - ISS AF-7A (021) - Atlantis (024)  

ISS AF-7A
(Quest)

Shuttle Montageflug zur ISS (STS 104:)
Lieferung und Montage einer Luftschleuse für Außenbordmanöver der ISS.


» Daten:
Start:  12. Juli 2001, 09:03 GMT
Ziele:  Außenbordmanöver: 15. Juli 2001, 03:10 GMT
Manöver: 15. Juli 2001, 07:40 GMT
Außenbordmanöver: 18. Juli 2001, 03:04 GMT
Außenbordmanöver: 21. Juli 2001, 04:35 GMT
Ende:  25. Juli 2001, 03:40 GMT
Landung (Erde)
» Crew:  Lindsey, Hobaugh, Gernhardt, Reilly, Kavandi
» Nutzlast:  ISS 7A, Station Joint Airlock "Quest", HPGT, IMAX Cargo Bay Camera-3D, EarthKAM, SIMPLEX

Bild vergrößernDas erste Außenbordmanöver zur Außenmontage der Luftschleuse
©NASA

Mit der Montage der amerikanischen Luftschleuse Quest erreichte die Station ihre volle Funktionsfähigkeit. Dank "Quest" kann die Besatzung nun unabhängig vom Space Shuttle die ISS verlassen und Weltraumspaziergänge (EVA, Extra-Vehicular Activity) durchführen, um auf der Außenseite Montagearbeiten zum Aufbau der Station und Reparaturarbeiten durchzuführen, sowie um die externen wissenschaftlichen Experimente auszutauschen.

Das Modul Quest besteht aus zwei Teilen: Im größeren zylindrischen Abschnitt mit einem Durchmesser von 4,5 Metern sind die Raumanzüge und diverses Zubehör untergebracht. Der äußere Zylinder mit einem Durchmesser von 2 Metern dient mit seiner Möglichkeit zum Druckausgleich als Luftschleuse für den Ausstieg. An seinem unteren Ende befindet sich die runde Ausstiegsluke mit einem Durchmesser von einem Meter, die sich um 90 Grad öffnen lässt. Die Luftschleuse besitzt ein eigenes Computersystem zur Steuerung der Vorgänge bei den Außeneinsätzen und ist an das Umweltkontrollsystem der ISS angeschlossen. Außen sind vier große Hochdrucktanks Luftschleuse, die mit Sauerstoff und Stickstoff gefüllt sind (HPGA, High Pressure Gas Assembly).

Bild vergrößernDie beiden Astronauten James F. Reilly (vorne) und Michael L. Gernhardt betreten die Luftschleuse
©NASA

Die Zusammensetzung der Atmosphäre in der Raumstation ist die gleiche wie auf der Erde, etwa 80% Stickstoff und 20% Sauerstoff. Im Raumanzug wird jedoch reiner Sauerstoff mit einem Drittel des atmosphärischen Drucks verwendet. Um sich an die Bedingungen im Raumanzug zu gewöhnen, muss der Astronaut oder Kosmonaut bei der Benutzung der dreiteiligen amerikanischen EMUs (Extravehicular Mobility Units) zuvor über eine Stunde lang reinen Sauerstoff einatmen. Dadurch verschwindet der Stickstoff, der sonst Blasen im Blut bilden würde. Das ist der gefährliche Zustand, der eintreten kann, wenn Tiefseetaucher zu schnell wieder an die Oberfläche kommen. Der reduzierte Druck erleichtert auch die Bewegung der Arme und besonders der Finger in den Handschuhen. Bei Verwendung des weniger flexiblen, einteiligen russischen Orlan (Adler) genügt eine Vorbeatmung von einer halben Stunde, da dieser mit einem höheren Innendruck arbeitet (0,39 at bzw. 296 Torr) als die amerikanischen EMUs (0,29 at bzw. 220 Torr).

Die Montage der rund 6 Tonnen schweren Luftschleuse Quest am in Flugrichtung rechts gelegenen druckdichten Steuerbord-Andockstutzen (CBM, Common Berthing Mechanism) erfolgte während des ersten Raumspaziergangs der Mission und mit Unterstützung des Roboterarms Canadarm2 der Raumstation. Nachdem bei einem zweiten EVA drei der vier Hochdrucktanks an der Schleuse montiert worden waren, wurde "Quest" anlässlich des dritten Außenbordmanövers der Mission erstmals für den Ausstieg aus der Station genutzt und der vierte Tank installiert.

Nächste Mission:
» ISS AF-7A.1





 
 
 
 

last link check:
22.02.2015

The Network
cc-live - Redaktionsbüro / Internetagenturcc-live

Autor dieses Artikels:  Redaktionsbüro cclive

© 1996 - 2011 cc-live, Internetagentur / Redaktionsbüro

Newsletter: Jeden Monat die neuesten Infos per E-Mail

Fragen, Anregungen, Kritik? Schreiben Sie uns!
Die Redaktion ist nicht verantwortlich für den Inhalt externer Internet-Links.