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Gemini - Gemini 11 (011) - Titan 2 Gem. (011)  

Gemini 11
(GT-11)

Die erneute erfolgreiche Kopplung mit der letzten Stufe der Agena-Zielrakete und Zündung der Agena-Triebwerke ermöglichte einen neuen Entfernungsrekord von der Erde.

» Daten:
Start:  12. Sep. 1966, 14:42 GMT
Ziele:  Umlaufbahn (Erde): 12. Sep. 1966, 14:48 GMT
Außenbordmanöver: 13. Sep. 1966, 14:44 GMT
Außenbordmanöver: 14. Sep. 1966, 12:49 GMT
Ende:  15. Sep. 1966, 13:59 GMT
Wasserung
» Crew:  Conrad, Gordon
» Nutzlast:  Leergewicht im Orbit: 3.798,4 kg

Bild vergrößernKopplungs-Manöver
©NASA/JSC

Eine Mission fast wie aus dem Lehrbuch. Die 97 Minuten nach dem Start der Agena-Zielrakete ins All beförderte Gemini-11-Kapsel konnte bereits nach der ersten Erdumkreisung an die Agena-Raketenstufe andocken.

Auch diesmal erfolgte das Manöver nur mit den an Bord befindlichen Computern und dem in der Bugspitze befindlichen Radargerät.

Bild vergrößernEnde eines EVA
©NASA/JSC

Bei einer Außenbordmission sollten beide Raumfahrzeuge anschließend mit einem 30 Meter langen Kabel verbunden werden. Dies gelang auch, obwohl dieser "Weltraumspaziergang" vorzeitig beendet werden musste, nachdem Gordons Visier beschlug. Die bereits bei der Gemini-9-Mission aufgetretenen Probleme mit einer fehlerhaft arbeitenden Temperaturregelung des Lebenserhaltungssystems des Raumanzugs waren offensichtlich noch nicht befriedigend gelöst worden. Die enorme Hitze des schwer arbeitenden Astronauten konnte noch immer nicht schnell genug abgebaut werden.

Bild vergrößernIndien und Ceylon
©NASA/JSC

Nachdem Gordon sich wieder an Bord befand, wurde die Agena-Raketenstufe gezündet und die angedockte Gemini-Kapsel so in eine Umlaufbahn von 1.360 Kilometer Höhe gebracht. Dieser neuen Entfernungsrekord von der Erde wurde erst mit den Mondflügen eingestellt.

Eine zweite Außen-Mission stand nach dem nun erfolgten Absinken in eine tiefere Umlaufbahn auf dem Plan. Diesmal konnte Gordon einen Strahlendetektor bergen.

Bild vergrößernAbkopplung von der Agena
©NASA/JSC

Den Abschluss der Mission bildete ein Experiment mit künstlicher Schwerkraft. Um diese zu erzeugen, wurden beide Raumfahrzeuge in eine kreisende Bewegung umeinander versetzt. Das Experiment gelang jedoch nur teilweise: der erzielte Effekt war minimal.

Bild vergrößernVerlassen der Kapsel
©NASA/JSC

Die Rückkehr zur Erdoberfläche erfolgte erstmals vollautomatisch mit Hilfe der Bordcomputer. Diesmal verfehlte man den vorausberechneten Zielpunkt um fast 5 Kilometer.

Nächste Mission:
» Gemini 12





 
 
 
 

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  Redaktionsbüro cclive

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