Mond - Mondfinsternisse 

Erläuterungen zu den Finsternisdaten

Finsternistyp

Bild vergrößernTotale MoFi (16.05.2003)
©Kosmos Planetarium Bessel 4.0

Totale Mondfinsternis
Der Mond durchläuft zuerst den Halbschatten der Erde und tritt dann vollständig in den Kernschatten der Erde ein.
Farbvariationen werden sichtbar.



Bild vergrößernPartielle MoFi (17.10.2005)
©Kosmos Planetarium Bessel 4.0

Partielle Finsternis
Der Mond tritt nur zum Teil in den Kernschattenbereich des Erdschattens ein. Gut zu beobachtendes Phänomen.

Halbschattenfinsternis
Der Mond durchwandert nur den Halbschatten der Erde, erreicht aber nicht deren Kernschatten. Dieser Typ ist in der Praxis erst ab einer Größe der Finsternis von mehr als 0.7 mit freiem Auge zu erkennen und wird deshalb recht selten beobachtet.

Zeitangaben

Bild vergrößernTotale Mondfinsternis
©Kosmos Himmelsjahr

Mond tritt in den Kernschatten
Erste Berührung des Erdschattens mit der Mondoberfläche. Langsames Zudecken der Mondoberfläche, bei totalen Finsternissen bis zur kompletten Abdeckung.

Totalität beginnt (wo gegeben)
Mond steht vollständig im Erdschatten.

Mitte der Finsternis
Bei Halbschatten- oder partiellen Mofi wird zu diesem Zeitpunkt der größte Bedeckungsgrad erreicht, bei totalen Mofi befindet sich der Mond in den dunkelsten Bereichen des Kernschattens.

Ende der Totalität
Erste Bereiche der Mondoberfläche verlassen den Erdschatten, der Mond wird wieder heller.

Mond verlässt Kernschatten
Der Mond ist wieder komplett außerhalb des Kernschattenbereichs und sieht wieder "normal" aus.


Angaben zum Schattenradius

Radius des Kernschattens
Radius des Kernschattens in Vielfachen des Erdradius. Über diese Angabe lässt sich in Verbindung mit der Größe der Finsternis die Dauer einer Finsternis berechnen sowie die maximale Helligkeitsabnahme während der Totalität abschätzen.

Radius des Halbschattens
Radius des Halbschattens in Vielfachen des Erdradius. Das ist eher eine akademische Angabe, da der Mond praktisch "normal" aussieht, wenn er sich im Halbschatten befindet. Allerdings ist nach der exakten Definition eine Finsternis erst beendet, wenn der Mond auch den Halbschatten verlassen hat.

Größe der Finsternis
Die Größe (auch Magnitude) der Finsternis macht bei Mondfinsternissen eine Aussage darüber, wie tief der Mond in den Kernschatten eindringt, bei Halbschattenfinsternissen bezieht sich der Wert auf die Eindringtiefe in den Halbschatten. Die Angabe 0.7 bei der Größe der Finsternis besagt, dass der Mond zu 70% seines scheinbaren Durchmessers in den Schattenbereich eingetreten ist. Ist der Wert größer als 1 kommt es zu einer totalen Verfinsterung. Maximal kann ein Wert von 1.888 erreicht werden. Bei diesem Wert wandert der Mond unter günstigsten geometrischen Verhältnissen zentral durch den Kernschatten der Erde. Dies wird nur in den seltensten Fällen eintreten. Meist durchwandert der Mond den Kernschatten dezentral und die Werte sind deutlich kleiner.




 
 

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  Prof. Dr. Bruno Deiss

In Zusammenarbeit mit dem Physikalischen Verein, Frankfurt a.M.
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