Neptun - Einführung 

Monde

Bild vergrößernDer Neptunmond Proteus
©NASA/JPL
»Voyager 2
Bislang hat man 11 Monde entdeckt, die den Neptun umkreisen.

Voyager 2 fand bei seinem Vorbeiflug neben mehreren kleineren auch einen noch größeren Mond, der den Namen Proteus erhielt.

Bild vergrößernTriton, der größte Neptunmond
©NASA/JPL
»Voyager 2

Der Neptunmond Triton ist mit 2.700 Kilometern Durchmesser sehr groß, etwa halb so groß wie der Jupitermond Ganymed oder der Saturnmond Titan. Er braucht für einen Umlauf 5 Tage und 21 Stunden; allerdings läuft er scheinbar rückwärts, denn seine Bahn ist um 157 Grad gegen die Äquatorebene von Neptun geneigt. Tritons mittlere Dichte ist zweimal so groß wie die von Wasser. Er dürfte zu 70 Prozent aus Gestein und zu 30 Prozent aus Eis bestehen. Seine Oberfläche ist sehr vielgestaltig. Voyager 2 konnte das Gebiet um den Südpol sehr gut beobachten und fand dort eine Polkappe, die mit Stickstoffeis überzogen ist. Das Eis erscheint etwas rötlich, was auf die mögliche Existenz von organischem Material schließen lässt.

Bild vergrößernSüdl. Polarregion Tritons mit dunklen Streifen
©NASA/JPL
»Voyager 2

Die Wissenschaftler fanden etwa 50 dunkle Streifen in der dünnen Triton-Atmosphäre. Vermutlich handelt es sich um Material, das aus Bereichen unterhalb der Tritonoberfläche stammt. Eisvulkane könnten die Staubwolken auf Höhen von bis zu 8 Kilometern schleudern, ehe sie von Windströmungen erfasst und mitgerissen werden. Vielleicht wird das Stickstoffeis unter der Kruste aufgeheizt, wenn Sonnenlicht von oben auf die Eisfläche scheint. Das Eis könnte dann verdampfen und durch Risse in der Methaneis-Decke nach außen dringen.




 
 
 
 

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  C. Vester/cc-live

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