Jupiter - Einführung 

Magnetfeld

Bild vergrößernIos Aurora
©NASA/JPL
»Galileo
Die Radiostrahlung von Jupiter verriet schon früh die Existenz eines Magnetfeldes. Die Strahlung stammt von Elektronen, die sich - wie in den irdischen Van-Allen-Gürteln - entlang der Magnetfeldlinien bewegen. Auf der Erde kann dies zu Polarlichtern führen, und ähnliche Erscheinungen wurden auch bei Jupiter beobachtet.

Bild vergrößernDie Magnetosphäre Jupiters
©NASA/JPL/Caltech
»Cassini

Im Bereich der Jupiterwolken ist das Magnetfeld etwa zehnmal so stark wie das irdische Magnetfeld. Dieses Feld wird durch die Jupiterrotation wie ein gigantisches Wagenrad mit einer Geschwindigkeit von mehreren 100.000 Kilometern pro Stunde herumgewirbelt. Die äußere Magnetosphäre pulsiert wie eine riesige Qualle im Sonnenwind. Durch die rasche Jupiterrotation wird ein Teil des Plasmas auf einige hundertmillionen Grad erhitzt, so dass es mit hoher Geschwindigkeit als Magnetosphärenwind davon strömen kann.

Die Zentralregion des Jupiter ist zwischen 13- und 35tausend Grad heiß - und damit immer noch 500- bis tausendmal kühler als das Sonneninnere, wo die Kernfusion abläuft.

Der Druck im Zentrum dürfte einige hundertmillionenmal höher als der Luftdruck am Erdboden sein. Vielleicht verfügt Jupiter auch über einen Gesteinskern, der etwa 20 Erdmassen umfassen und große Mengen an Eisen und anderen schweren Elementen enthalten könnte.

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  C. Vester/cc-live

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