Erde - Landschaftsformen 

Kaps und Landzungen

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©Kosmos 3D Globus
Kaps oder Landzungen an einer Küste sind Vorgebirge, die sich ins Meer hinein erstrecken.

An einer zerklüfteten Küste gibt es meist viele Kaps, aber sie können sich auch anderswo bilden; an langen, eher gleichförmigen Küstenabschnitten sind Kaps manchmal die Landspitzen, die zwei sanft geschwungene Buchten voneinander trennen - zum Beispiel Cape Fear an der Küste von North Carolina (USA). Ebenfalls an der Ostküste der USA liegt Cape Cod, das von starken Meeresströmungen geformt wurde, die Sand an der Küste entlang bewegen. Die ständige Auffüllung der Landfläche bewahrt die auffällig geformte Landzunge davor, weggespült zu werden.

Kaps sind im Allgemeinen die sichtbaren Teile widerstandsfähigen Gesteins. Entlang mancher Küsten können Verwerfungen, die im rechten Winkel zur Küstenlinie verlaufen, vom Meer ausgehöhlt und geweitet werden. Gibt es an einem Küstenstreifen mehrere Gesteinsarten, dann spült das Meer weicheres Material weg und lässt sanfte Buchten entstehen, während das härtere Gestein langsamer ausgewaschen wird und Landzungen bildet. Besonders breite oder lang gestreckte Kaps bezeichnet man als Halbinseln.

Felsige Landzungen sind aufgrund ihrer auffälligen Gestalt oft wichtige optische Navigationshilfen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika, das erstmals 1488 von dem portugiesischen Entdecker Bartolomeu Diaz gesichtet wurde. Auch Kap Hoorn auf der Insel Hornos an der Südspitze Feuerlands ist ein ähnlich bekanntes Kap. Seinen Namen erhielt es durch den niederländischen Seefahrer Willem Schouten, der das Kap 1616 umsegelte und die Landzunge nach seinem Geburtsort Hoorn nannte.

Sowohl Kap Hoorn als auch das Kap der Guten Hoffnung sind berüchtigt wegen des dort herrschenden stürmischen Wetters und der rauen See. Vor allem die Umfahrung von Kap Hoorn ist sehr gefährlich.

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22.02.2015

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