Erde - Landschaftsformen 

Flüsse

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Ist der Erdboden mit Wasser gesättigt, fließt das Wasser an der Oberfläche ab. Es bilden sich große Flussnetze, in denen das Wasser fließen kann. Zugleich beginnt die Erosion der vom Wasser durchflossenen Landschaft.

Verwitterter Gesteinsschutt wird vom fließenden Wasser mitgerissen und wäscht das Flussbett in höher gelegenen Gebieten durch die höhere Fließgeschwindigkeit zu tiefen V-förmigen Kanälen aus. Die Erosionsrate ist also in sehr hoch gelegenen Regionen am höchsten, weil die Flüsse dort die Sedimente sehr rasch zu Tal befördern. Aus den Bergen des Himalaja und aus dem Hochland von Tibet, die zusammen 5% der Festlandoberfläche ausmachen, stammen 25% aller in die Weltmeere fließenden Sedimente.

In Tieflandregionen, in denen sich die Fließgeschwindigkeit verlangsamt, lagert sich ein Teil der mitgeführten Sedimente ab und kann manchmal den Lauf des Flusses blockieren, so dass er sich ändert; am Fuße von Klippen bilden sich dann Schwemmkegel, auf Flutebenen entstehen Mäander und Seen, und im Flussbett selbst mehrere nebeneinander verlaufende Arme.

Wird flaches Terrain mit einem mäandrierenden Fluss emporgehoben, erhöht der Fluss seine Fließgeschwindigkeit, da er nun auch ein erhöhtes Gravitationspotential besitzt; er kann sich dann von neuem in die Landschaft eingraben. Der Grand Canyon in Nordamerika ist ein Beispiel für solch eine Verjüngung eines Flusses; er enthält zahlreiche tief eingegrabene Mäander, welche die Gesteinsschichten in einer Dicke von 1.600 Metern durchdrungen haben.

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22.02.2015

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