Erde - Landschaftsformen 

Ebenen

Bild vergrößernWestsibirisches Tiefland
©Kosmos 3D Globus
Erreicht ein Fluss das Niveau des Meeresspiegels, verringern sich sein Gefälle und seine Fließgeschwindigkeit; das vom Fluss mitgeführte erodierte Material lagert sich nun allmählich als Sediment ab. Die Sedimentablagerungen aus einem großen Fluss und seinen Zuflüssen können weite, flache Ebenen bilden. Von Zeit zu Zeit kommt es bei Überschwemmungen auch zu Sedimentablagerungen etwas weiter vom Fluss entfernt; eine Flutebene entsteht.

Sedimente können den Lauf eines Flusses ändern; im Tiefland bilden einige Flüsse wie der Mississippi schleifenartige Nebenarme, so genannte Mäander. Extreme Mäander können sich am engsten Punkt der Schleife berühren, so dass der Fluss hier wieder seinem geraden Lauf folgt und einen See hinterlässt. Die größten Flussbecken der Welt - das Amazonasbecken in Südamerika und das Kongobecken in Afrika - sind sehr flach und bilden ein mehrarmiges Flusssystem.

An der Küste kann die Menge der abgelagerten Sedimente so groß sein, dass einige Flüsse ein breites Delta in den küstennahen Gewässern gebildet haben. Der Nil teilt sich auf dem Weg durch sein Delta ins Mittelmeer in unzählige Arme. Im Gegensatz dazu hat der Mississippi ein "Krähenfuß"-Delta mit nur einem Hauptarm gebildet, der seinen Lauf über die Jahrtausende hinweg oft geändert hat.

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22.02.2015

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