Erde - Landschaftsformen 

Täler

Bild vergrößernGroßer Grabenbruch (Äthiopien)
©Kosmos 3D Globus
Täler entstehen als Folge der Erosion durch Wasser oder Eis - wenn sie von Flüssen oder Gletschern auf ihrem Weg zu Tal eingegraben werden - oder durch Spaltenbildung entlang von Verwerfungslinien. Von Gletschern gebildete Täler sind gekennzeichnet durch ein breites U-förmiges Profil mit steilen Hängen und flachen Böden. In vielen heute eisfreien Gebieten gibt es von Gletschern hinterlassene Täler, die während der letzten Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren ausgehöhlt wurden. In Europa dominieren solche Täler in den Alpen, in den Pyrenäen sowie in den Hochländern von Schottland und Norwegen; viele dieser Täler enthalten lang gestreckte Seen, die von Gletscherschutt aufgestaut werden.

Täler, die von Flüssen in Gebirgsregionen gegraben wurden, sind vergleichsweise schmal und weisen ein V-förmiges Profil auf. Das stetig fließende Wasser wäscht den Boden und das Grundgestein des Tales aus, und loses Material wird flussabwärts transportiert; damit fördert es sogar selbst die Erosion des Flussbettes und der Uferregion.

Canyons (Schluchten) sind sehr lange, tiefe Täler mit steilen Wänden, die vor allem in ariden Gebieten entstanden sind, in denen es kaum Niederschläge gibt, welche die Hänge auswaschen könnten, oder in denen das Gestein besonders weich ist wie zum Beispiel Kalkstein. Der Grand Canyon im Südwesten der USA bildete sich, als der mäandrierende Colorado River emporgehoben wurde und sich dadurch seine erosive Kraft erhöhte.

Ein Grabenbruch entsteht, wenn Landmassen zwischen zwei parallel verlaufenden Verwerfungen aufgrund tektonischer Bewegungen absinken. Der mittlere Abschnitt des Rheins fließt durch einen Grabenbruch, und der Große Grabenbruch in Ostafrika markiert die Stelle, an der die somalische Platte allmählich von der großen afrikanischen Platte wegdriftet. Die breiten Täler in den westlichen Staaten der USA sind durch eine Reihe von Halbbrüchen entstanden, weil sich die Erdkruste dort in Ost-West-Richtung ausdehnte.

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22.02.2015

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