Venus - Einführung 

Atmosphäre

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Die Venusatmosphäre ist eine Falle für das Sonnenlicht. Der größte Teil der Sonnenenergie ist im sichtbaren Licht enthalten, das die Venuswolken durchdringen und die Oberfläche der Venus aufwärmen kann, bis ein Strahlungsgleichgewicht erreicht ist. Dann beginnt die Venusoberfläche, überschüssige Energie wieder abzustrahlen, und zwar im Bereich der Infrarotstrahlung, die vom Kohlendioxid und den geringen Mengen an Wasserdampf in der Atmosphäre sowie von der Wolkendecke zurückgehalten wird.

Aus diesem Grund ist die Temperatur an der Venusoberfläche immer weiter angestiegen und beträgt jetzt etwa 475 Grad Celsius. Das genügt, um Blei zu schmelzen. Man bezeichnet diese Wärmefalle auch als Treibhauseffekt, weil die Glaswände eines Treibhauses die gleiche Wirkung haben.

Die Venuswolken bestehen hauptsächlich aus Schwefelsäuretröpfchen. Die Venusatmosphäre ist sehr dicht, der Luftdruck am Venusboden ist rund 100-mal so hoch wie auf der Erde.

Bei uns ist der größte Teil des Kohlendioxids in den Ozeanen gelöst und als Kalkgestein gebunden. Durch den Treibhauseffekt sind die Ozeane der Venus jedoch schon seit langem verdampft, so dass das Kohlendioxid in die Atmosphäre entweichen konnte. Wir können froh sein, dass die Ozeane der Erde einen ähnlich starken Treibhauseffekt bei uns verhindern.

Da die Venus näher an der Sonne ist als die Erde, war ihre Atmosphäre von Anfang an wärmer. Als das Wasser verdampfte, konnte das Sonnenlicht die Moleküle in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Der leichte Wasserstoff entwich dann in den Weltraum, während der Sauerstoff sich mit anderen Gasen verband oder mit dem Eisen auf der Venusoberfläche reagierte.

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  C. Vester/cc-live

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