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ISS - ISS AF-1J (112) - Discovery (035)  

ISS AF-1J
(Kibo)

Shuttle Montageflug zur ISS (STS 124):
Lieferung und Montage des japanischen Labormoduls "Kibo" (JEM PM)


» Daten:
Start:  31. Mai 2008, 21:02 GMT
Ziele:  Manöver: 03. Juni 2008, 23:01 GMT
Manöver: 06. Juni 2008, 20:04 GMT
Ende:  14. Juni 2008, 15:16 GMT
Landung (Erde)
» Crew:  Kelly, Ham, Nyberg, Garan, Fossum, Hoshide, Chamitoff, Reisman
» Nutzlast:  JEM-PM, JEM RMS

Bild vergrößernSTS 124 Besatzung
©NASA

Als Antwort auf das Angebot der USA, an dem Programm zum Bau der Internationalen Raumstation teilzunehmen, entwickelte Japan sein Experimentalmodulprogramm. Es besteht aus drei Hauptteilen: dem japanischen Raumlabor "Kibo" (JEM PM, Japanese Experiment Module - Pressurized Module), dem ebenfalls druckbeaufschlagten experimentellen Logistikmodul (JEM ELM-PS, JEM Experimental Logistics Module - Pressurized Section), sowie einer Außenplattform für Versuche unter Weltraumbedingungen (JEM EF, Japanese Experiment Module - Exposed Facility), die nicht unter Druck steht, sondern direkt den extremen Bedingungen des Weltraums ausgesetzt ist.

"Kibo" hat eine Länge von 11,2 Metern und einen Durchmesser von 4,4 Metern. Insgesamt können dort 10 Experimenteinrichtungen (Racks) für Forschungen unter Schwerelosigkeit untergebracht werden. Das japanische Raumlabor nutzt die einzigartigen Möglichkeiten des Weltraums auf vielen Gebieten von der Biologie bis zur Werkstoffkunde. Verschiedene biologische Prozesse wurden bereits unter Weltraumbedingungen untersucht, wo sie ohne den Einfluss der Gravitation ablaufen. In der Vergangenheit wurde z.B. ein Experiment zur Untersuchung von Rhizobien durchgeführt. Diese Bakterien heften sich u. a. an Soja, Luzerne und Klee und versorgen diese Pflanzen mit Stickstoff. In der Raumfähre wurden Untersuchungen angestellt, um herauszufinden, warum sich die Bakterien an diese Pflanzen heften, aber nicht an andere wie Mais oder Weizen. Wenn es gelänge, diese Bakterien auch auf Mais oder Weizen zu übertragen, könnten in der Landwirtschaft jedes Jahr Millionen an Kosten für Düngemittel gespart werden.

Im Bereich der Werkstoffkunde werden Polymere auf der Erde für eine Reihe unterschiedlicher Produkte wie Plastiktüten, Kontaktlinsen, Autoteile und Verpackungen für Elektronikartikel benutzt. Es ist geplant, an Bord der Raumstation neue Polymere herzustellen. Metalle und Legierungen werden ebenfalls untersucht. Einer der nützlichsten Aspekte dieser Mikrogravitationsumgebung ist die Möglichkeit, das Zusammenwirken, Aushärten und Verflüssigen der Metalle ohne den störenden Einfluss der Gravitation zu untersuchen. So kann man z.B. Legierungen von Metallen höchst unterschiedlicher Dichte im Weltraum herstellen, nicht jedoch auf der Erde. Im japanischen Weltraumlabor sollen eine Reihe solcher Untersuchungen durchgeführt werden.

Nächste Mission:
» ISS EC-17-1





 
 
 
 

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22.02.2015

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