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ISS - ISS AF-5A (013) - Atlantis (023)  

ISS AF-5A
(Destiny)

Shuttle Montageflug zur ISS (STS 98):
Lieferung und Inbetriebnahme des US-Weltraumlabors Destiny für die Internationale Raumstation.


» Daten:
Start:  07. Feb. 2001, 23:13 GMT
Ziele:  Außenbordmanöver: 10. Feb. 2001, 15:50 GMT
Manöver: 10. Feb. 2001, 19:12 GMT
Außenbordmanöver: 12. Feb. 2001, 15:59 GMT
Außenbordmanöver: 14. Feb. 2001, 14:48 GMT
Ende:  20. Feb. 2001, 20:34 GMT
Landung (Erde)
» Crew:  Cockrell, Polansky, Curbeam, Jones, Ivins
» Nutzlast:  ISS 5A, Destiny, ORU, PDGF, SIMPLEX

Bild vergrößernDas US-Labor "Destiny" wird mit dem Roboterarm des Shuttles aus der Nutzlastbucht gehoben
©NASA

Mit dem US-Labormodul Destiny wurde das erste große Modul an die Raumstation angebaut. Damit konnte die wissenschaftliche Arbeit an Bord der ISS beginnen. "Destiny" soll vor allem für Forschungen unter Schwerelosigkeit in den Bereichen Medizin, Biologie und Materialwissenschaften sowie für Erdbeobachtung und Weltraumforschung genutzt werden.

Das Modul bietet Platz für 24 Nutzlast-Racks, von denen 13 für Experimente und 11 für den weiteren Support vorgesehen sind. Wegen der hohen Bahnneigung der Station von 51 Grad konnte die Raumfähre das Labor jedoch nicht mit voller Ladung transportieren. Deshalb wurden zunächst nur die nötigsten Ausrüstungen für grundlegende Steuerungsfunktionen an Bord gebracht. Mit zwei weiteren Flügen werden dann zusätzliche Ausrüstungen geliefert, um das Laboratorium voll funktionsfähig zu machen. Die ersten Multi-User-Racks mit wissenschaftlichen Nutzlasten folgten im März 2001 mit dem Start der zweiten ständigen Besatzung (EC-2, Expedition Crew 2) zur ISS.

Im US-Labor können Forschungen zu Werkstoffen und Organismen durchgeführt sowie Erdbeobachtungen, Astrophysik und eine Reihe anderer Wissenschaftsgebiete bearbeitet werden. Einzelne Forschungseinrichtungen wie etwa das "Material Science Laboratory" (MSL) und die "Advanced Protein Crystallization Facility" (APCF) werden im Rahmen einer Austauschvereinbarung mit der NASA von der Europäischen Weltraumbehörde ESA bereitgestellt. Diese Einrichtungen können prinzipiell auch von europäischen Forschern genutzt werden.

Bild vergrößernDie ISS nach "Anbau" des Weltraumlabors Destiny
©NASA

Das US-Labor fungiert zum gegenwärtigen Zeitpunkt als Kommando- und Kontrollzentrum der gesamten Raumstation. Es verfügt über ein Klima- und Lebenserhaltungssystem, mit dem auf der gesamten Station die Temperatur- und Luftverhältnisse kontrolliert und geregelt werden können. Neben der Revitalisierung hat "Destiny" auch das Wasserrecycling übernommen sowie Aufgaben zur Steuerung und Navigation, die vorher vom russischen Versorgungsmodul "Swesda" ausgeführt wurden. Nach der Aktivierung des Labormoduls wurde daher die bisherige Steuerung der ISS vom russischen an das amerikanische Boden-Kontrollzentrum übergeben.

Nächste Mission:
» ISS AF-3P





 
 
 
 

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22.02.2015

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