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Gemini - Gemini 9 (009) - Titan 2 Gem. (009)  

Gemini 9
(GT-09)

Da sich bei der Agena-Raketenstufe die zweischalige Verkleidung nur zum Teil löste, kam es zwar zum Rendezvous, aber nicht zum geplanten Kopplungsmanöver.

» Daten:
Start:  03. Juni 1966, 13:39 GMT
Ziele:  Umlaufbahn (Erde): 03. Juni 1966, 13:45 GMT
Außenbordmanöver: 05. Juni 1966, 15:02 GMT
Ende:  06. Juni 1966, 14:00 GMT
Wasserung
» Crew:  Stafford, Cernan
» Nutzlast:  Leergewicht im Orbit: 3.750 kg

Bild vergrößernDas neue Andockziel
©NASA/JSC

Auch diese Gemini-Mission stand zunächst unter keinem guten Stern. Erneut schlug der erste Start der für die Kopplungsmanöver vorgesehenen Agena-Zielrakete fehl. Sie geriet nach einem Kurzschluss in der Elektronik an Bord außer Kontrolle und musste zwei Minuten nach dem Start gesprengt werden. Bei einem zweiten Start erreichte die Agena zwar die geplante Umlaufbahn, aber da sich die Nutzlastverkleidung nur zum Teil öffnete, musste ein Kopplungsmanöver mit der bemannten Gemini-9-Kapsel entfallen. Diese startete ebenfalls mit Verspätung, weil Probleme mit der Datenübertragung den ursprünglichen Termin um zwei Tage verzögerten.

Bild vergrößernDas "wütende Krokodil"
©NASA/JSC

Anstelle des Dockingmanövers flogen die Astronauten ein Rendezvousmanöver mit der Zielrakete. Die davon unabhängigen weiteren Missionsziele konnten ebenfalls nur zum Teil erfolgreich in Angriff genommen werden. Als zweiter amerikanischer Astronaut verließ Eugene Cernan die schützende Kapsel, um in einer Außenbordmission zahlreiche Arbeiten und Versuche durchzuführen. Ein dabei außen befestigter Spiegel diente einem Laser-Experiment mit der Bodenstation von Hawaii. Dank der diesmal rund 30 Meter langen "Nabelschnur" konnte er sich um das gesamte Raumschiff herumbewegen.

Bild vergrößernWährend des Außenbordmanövers
©NASA/JSC

Probleme bei dem "Weltraumspaziergang" traten erst auf, als aufgrund der fehlerhaft arbeitenden Temperaturregelung des Lebenserhaltungssystems das Visier von Cernans Helm beschlug. Das für den "Weltraumspaziergang" geplante Einsammeln von Mikro-Meteoriten musste entfallen.

Bild vergrößernWasserung
©NASA/JSC

Ein Erfolg war schließlich die präzise Landung im Wasser, 550 km östlich von Cape Kennedy. Der zuvor berechnete Zielpunkt wurde nur um rund 700 Meter verfehlt.

Nächste Mission:
» Gemini 10





 
 
 
 

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  Redaktionsbüro cclive

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