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Mercury - LJ-2 (005) - Little Joe (004)  

Little Joe 2
(LJ-2)

Erster Testflug mit einem Lebewesen an Bord. 3 Minuten und 13 Sekunden in der Schwerelosigkeit.

» Daten:
Start:  04. Dez. 1959, 17:00 GMT
Ende:  04. Dez. 1959, 17:11 GMT
Wasserung

Bild vergrößernErfolgreicher Start der Little Joe 2
©NASA/KSC

Ursprünglich war der Start eines Hochgeschwindigkeitsfluges mit einem Lebewesen an Bord erst nach einem erfolgreichen Test der aerodynamischen Eigenschaften der Kapsel geplant gewesen. Doch die Teilerfolge zuletzt bei Little Joe 1A ließen diesen Testflug bereits vor dem Abschluss dieser Tests zu.

Ein Rhesusaffe wurde als Kandidat für diesen Flug gewählt. Er war an der "U.S. Air Force School of Aviation Medicine" auf die Mission vorbereitet worden und erhielt den Namen seiner "Alma Mater": Sam. Zusammen mit ihm wurden Gerstenkörner, Gewebekulturen, Neurosporen und Nervenzellen von Ratten auf die Reise geschickt. An ihnen wollte man gegebenenfalls Veränderungen untersuchen, die durch den Einfluss der Strahlung in den erreichten Höhen erwartet wurden.

Bild vergrößernDer Rhesusaffe Sam nach dem Flug
©NASA/JSC

Der wichtigste Aspekt des Fluges aber war das Studium der Auswirkung der Schwerelosigkeit auf ein Lebewesen. Dies war nicht zuletzt auch das primäre Interesse der beiden Mercury-Astronauten Alan Shepard und Gus Grissom, die sich beim Start auf dem Gelände von Wallops Island befanden.

Der Start verlief problemlos. Aufgrund der höher als erwarteten Windgeschwindigkeiten in der erreichten Höhe und eines Fehlers bei der Berechnung des Luftwiderstands wurde allerdings nur eine Flughöhe von rund 85 Kilometern erreicht - 30 Kilometer niedriger als ursprünglich geplant. Dies hatte zur Folge, dass die Dauer der Schwerelosigkeit kürzer als vorgesehen war. Sam überstand diese Phase des Fluges ohne Probleme. Auch den sanften Wiedereintritt in die Schwerkraft, den nicht ganz so sanften Aufprall bei der Landung im Wasser und die Wartezeit von 6 Stunden bis zum Eintreffen der Bergungsmannschaften machten ihm nichts aus.

Das erste Jahr des Mercury-Projekts ging so mit einem großen Erfolg zu Ende. Doch der wichtigste Test für einen bemannten Raumflug stand noch aus. Welche Auswirkungen hat ein Flug unter maximalen aerodynamischen Bedingungen? Unter den dann herrschenden Druckbelastungen vermutete man die größte Wahrscheinlichkeit für Fehler im Reaktionsvermögen. Der nächste Testflug unter entsprechend verschärften Bedingungen sollte die Antwort geben.

Nächste Mission:
» Little Joe 1B





 
 
 
 

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  Redaktionsbüro cclive

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