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Apollo - Experimente 

Aktive Seismometer-Experimente

Bild vergrößernZündung der Sprengladungen
©NASA
»Apollo 14
Seismometer registrieren Bodenbewegungen, die durch seismische Wellen verursacht werden. Mit den Aktiven Seismometer-Experimenten wurden künstliche "Mondbeben" erzeugt. Mit Hilfe eines Netzwerks von Seismometern lässt sich so die detaillierte Struktur des oberen Kilometers der Mondkruste bestimmen.

Bild vergrößernGeophone-Messstrecke
©NASA
»Apollo 14

Das Aktive Seismometer-Experiment wurde bei den Missionen Apollo 14 und Apollo 16, das „Lunar Seismic Profiling“-Experiment bei der Apollo 17-Mission durchgeführt. Bei beiden Experimenten wurden Detonationen von kleineren Sprengladungen als künstliche Mondbeben eingesetzt, deren Ort, Zeitpunkt und Stärke genau bekannt ist.

Bild vergrößernKünstliche Beben
©NASA
»Apollo 16

Bei den Missionen Apollo 14 und Apollo 16 wurden bis zu 19 Explosionen durch einen Astronauten gezündet, deren erzeugte seismische Wellen entlang einer 90-Meter langen Messstrecke durch Geophone registriert wurde. Bei Apollo 16 wurden zusätzlich mittels Mörser-Einrichtungen Sprengladungen in eine Entfernung von bis zu 900 Meter von den Registriergeräten gebracht. Im Verlauf der Apollo 17-Mission wurden 8 Sprengladungen von 57 Gramm bis zu 2,7 Kilogramm in einer Entfernung von bis zu 3,5 Kilometer positioniert. Die Sprengladungen dieser beiden Missionen wurden per Funksignal gezündet, nachdem die Astronauten wieder die Mondoberfläche verlassen hatten.

Bild vergrößernLunar Seismic Profiling Experiment
©NASA
»Apollo 17

Die Experimente zeigten, dass die seimsische Geschwindigkeit kompressiver Wellen zwischen 0,1-0,3 Kilometer pro Sekunde im oberen Kilometer der Mondkruste beträgt. Diese Geschwindigkeit ist sehr viel niedriger als man es von der Erde in festem Gestein kennt. Erklären lässt sich diese niedrige Ausbreitungs-Geschwindigkeit seismischer Wellen mit einem extrem zertrümmerten Gestein in der oberen Mondkruste, wie es durch das fortwährende Bombardement durch Meteoriten entsteht.





 
 
 
 

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  Prof. Dr. Bruno Deiss

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